Kräuter

Heilkräuter

Gerade in der heutigen Zeit suchen viele Leute nach Alternativen, mit denen sie kleinere Beschwerden selbst behandeln können, zum Beispiel bei Erkältungen, Kopfschmerzen oder einer kurzen Magenverstimmung.
Natürlich ersetzt das bei ernsten Erkrankungen nicht den Weg zum Arzt, der vor allem die richtige Diagnose stellen muss, doch gibt es einem die Möglichkeiten an die Hand, ohne Medikamente Linderung zu finden. Dabei wird die Heilwirkung von Kräutern oft unterschätzt! Wer je bei leichten Gallenbeschwerden zu einem Tee mit entsprechenden Bitterstoffen aus den Kräutern Enzian, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut und Wermut gegriffen hat, der wird sich über die rasche Wirkung und Hilfe gewundert haben.

KüchenschelleÜber viele Jahrhunderte hinweg waren Kräuter die einzige Apotheke des "einfachen Mannes" - sie sind naturgemäß die ältesten Heilmittel.

Bereits die alten Griechen wussten um die Heilwirkung von mehr als 500 Pflanzenarten und nutzten deren Rinden, Wurzeln, Blätter, Samen und Blüten für medizinische Zwecke.
Im Mittelalter waren es in Deutschland vor allem die Klöster, die die Kräuterkunde pflegten. Innerhalb der Klostermauern gab es große Gartenanlagen mit Heilkräutern. Das Wissen über ihre Zubereitung und Anwendung wurde in bedeutenden Schriften wie zum Beispiel der "Heilkunde" von Hildegard von Bingen nieder gelegt. Auch das einfache Volk wird gewusste haben, welche Kräuter traditionell bei Erkrankungen helfen konnten - viele Generationen vor ihnen hatten das durch "Versuch macht klug" herausgefunden.

Verabreicht wurden - und werden - Heilkräuter als Teemischungen, Auszüge und Tinkturen, aber auch als Breiumschläge, Säfte oder in Form von alkoholischen Likören. Heute gibt es zahlreiche fertige Kräutermischungen, Tees und andere Medikamente in Apotheken, Drogerien und Reformhäusern. Sie sind aus industriell angebauten Heilkräutern mit einer kontrollierten Menge an wirksamen Inhaltsstoffen hergestellt und können ohne Rezept gekauft werden.