Kräuter

Trocknung und Lagerung

Die Aufbewahrung von selber gezüchteten oder gesammelten Pflanzen muss sehr sorgfältig geschehen, damit sie nicht ihren Geschmack und ihre Inhaltsstoffe verlieren oder sogar unbenutzbar werden. Wenn man jedoch auch in den Wintermonaten etwas von seinen eigenen Kräutern haben möchte, kommt man nicht um eine Konservierung herum.

Die klassische Methode ist die Trocknung.
Die frisch gesammelten Kräuter müssen sofort getrocknet werden und dürfen nicht auf einem Haufen liegen. Der Raum, in dem die Trocknung stattfindet, muss trocken, sauber und vor Gerüchen geschützt sein, zudem ständig durchlüftet werden können - Abstellräume, in denen zum Beispiel Reinigungsmittel lagern, fallen damit aus. Auch darf es keine direkte Sonnenbestrahlung der Kräuter geben.
Aufgehängte KräuterDie Pflanzen werden in einer dünnen Schicht auf reinem, unbedrucktem Papier ausgebreitet - Zeitungen und Zeitschriften eignen sich nicht, da die Druckerschwärze die Kräuter verunreinigt. Sehr zarte Kräuter und Blüten werden nicht gewendet, stärkere und dicht belaubte Pflanzen (zum Beispiel Rosmarin und Thymian) öfter umgeschichtet. Langstielige Kräuter können, wie man es manchmal in alten Büchern und historischen Filme sieht, gebündelt, aufgefädelt und zum Trocknen aufgehängt werden.
Die Temperatur sollte zwischen 30 und 40 Grad liegen, die Dauer liegt zwischen 2-8 Tagen bis hin zu 1-2 Wochen, wenn es kühler ist oder man Wurzeln trocknen möchte. Richtig ist die Trocknung, wenn die Pflanze leicht bricht. Sie darf auf keinen Fall schimmeln oder sich verfärben! Wenn man Kräuter künstlich trocknen möchte, zum Beispiel im Backofen, muss man große Vorsicht walten lassen, denn eine zu schnelle Trocknung schädigt die Pflanzen, ihre Wirkung und ihr Aroma.

Eine andere Möglichkeit der Konservierung ist die Herstellung von Kräuterölen und Kräuteressig. Natürlich können Kräuter auch frisch eingefroren werden.

Die Lagerung von getrockneten Kräutern erfolgt am besten in sauberen, starken Papiertüten, die gut verschlossen werden können, an einem trockenen, dunklen, kühlen Ort. Stark duftende Pflanzen werden dabei möglichst getrennt, sonst vermischen sich die Aromen. Dunkle Glas- oder Tongefäße können ebenfalls verwendet werden, vor allem bei Kräutern, die ätherische Öle enthalten, sonst verlieren sie rasch ihre Wirkung. Insgesamt gilt, dass getrocknete Kräuter fern von anderen stark riechenden Dingen gelagert werden sollen und vor Schädlingen geschützt.

Wer Kräuter zu Heilzwecken sammelt und lagert, muss noch auf weitere Dinge achten, zum Beispiel auf die vorsichtige Sammlung, Verarbeitung und Lagerung toxischer, also giftiger Substanzen, die einige Sicherheitsvorkehrungen brauchen (zum Beispiel die Verwendung von Handschuhen und Atemmasken). Entsprechende Fachliteratur gibt dazu weitere Auskunft.